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Taunuszeitung 9.9.2009

 

Friedrichsdorfer Woche, 14. August 2008: Das "Junge Blech" der Musikschule Friedrichsdorf zog die Zuhörer beim Seulberger Dippe- und Brunnenfest in seinen Bann. 

 

Von Sierra Madre bis ...

         

Satt und glänzend

Taunuszeitung 1.11.2008 

Von „Sierra Madre“ bis zum Gefangenenchor aus „Nabucco“

 Von Martina Dreisbach

Friedrichsdorf. Das Konzert in der evangelischen Kirche an der Hugenottenstraße trifft auf zahlreiche geneigte Hörer. Selbst die Empore ist gut gefüllt. Zum „Lob der Musik“ mit Gästen lädt der Gesangverein „Eintracht Dillingen“. Die gut eingestimmt Gesellschaft aus Männern und Frauen ist in Schwarz gekleidet, mit roten und blauen Schals zur farblichen Aufheiterung.

 Mit dem Lied „Freut euch, wenn gesungen wird“ geben sie den Tenor des Konzerts vor, das fröhlichen, aber auch stimmungsvollen Liedern gewidmet ist. Die Farben des Herbstes, der buntes Laub nieder regnen lässt, dringen immer wieder durch. Um gute Laune geht es, um Musik gegen Verdruss, dem auch mit Geld nicht beizukommen ist. Mit dem Lied „Ich brauche keine Millionen“ manifestieren sie ihre Lebenseinstellung. Der „kleine grüne Kaktus“, die Erkennungsmelodie männlicher A-Capella-Formationen, klingt mit gemischtem Chor anders als sonst. Doch Chorleiter Peer-Martin Sturm hat sich ein schönes Arrangement für seine Sänger einfallen lassen.

 Die Darbietung hat viele Abwechslungen parat. Der pianistische Nachwuchs aus dem „Stalle“ Lars Keitels, Jakob von Ditfurth und Nathalie, warten mit Beethovens immer wieder gern gehörter „Elise“ auf und zwei Stücken von Clementi und Schubert. Christiane Löw, der die Moderation oblag, sprach sogleich die Hoffnung aus, die jungen Pianisten auch im nächsten Jahr wieder für das Konzert gewinnen zu können. Das „Junge Blech“ – auch dies ein Gewächs Friedrichsdorfer Anstrengungen um die Musik – schlägt mit „Slow Motion“ einen anderen, nicht minder schönen Ton an, ein Erfolg, den sich Gerd Schulz auf die Fahnen schreiben kann.

 Überhaupt ist der musikalische Mix an diesem kurzweiligen Herbstnachmittag bestens getroffen. Bevor der berühmte Gefangenenchor aus „Nabucco“ mit der „Eintracht Dillingn“ einen krönenden Schlusspunkt setzt, kommen Gesangs-Gäste aus Burgholzhausen. Die dank ihrer originellen Werbekampagne um sieben Mann verstärkte „Sängervereinigung Burgholzhausen“ (die TZ berichtete) rührt mit dem emphatischen „Sierra Madre del Sur“ nachgerade an die Seele, lässt dann aber das schmissige „Leben ist mehr“ folgen. Auch bei dieser Sängerformation zeigt sich der positive Einfluss ihres jungen Leiters Markus Plum.

Mit Evergreens – Melodien zum Verlieben – wiederum treten die Gastgeber auf den Plan. Eine weitere Einlage des „Jungen Blechs“ bringt die Zuhörer mit der „Battle of Jericho“ in Bewegung. Und auch das Finale der „Eintracht“ ist – abgesehen von der gesanglichen Darbietung – die allerschönste Werbung fürs Chorsingen, die sich denken lässt. Frei nach dem Liedtext: Leben ist mehr, als nur ackern und schuften – das Singen gehört dazu.

 Wer beim Gesangverein Eintracht Dillingen mitmachen möchte, geselle sich zu den Chorproben donnerstags von 20 bis 22 Uhr im Dillinger Vereinshaus, Telefon Christiane Löw 06172 75977.

 

Kulturmagazin Friedrichsdorf, Mai 2008

Friedrichsdorf. Mit Posaune, Trompete, Tuba und Saxofon treten sie auf, ein satter Sound ist ihre Stärke: Das Junge Blech Friedrichsdorf.

 Das Repertoire des Blechbläser-Ensembles der Musikschule Friedrichsdorf ist groß: alte Bläsersätze der Stadtpfeiffer aus dem 16./17. Jahrhundert, Musik für Blasorchester bis hin zu Spirituals und jazzigen Stücken in aktuellen Arrangements.

Gerd Schulz, selbst Posaunist und Flötist – seit vielen Jahren Lehrer an der Musikschule Friedrichsdorf – hat  die Begeisterung der Jugendlichen bei den wöchentlichen Proben geweckt. Entstanden ist das Ensemble 2003  anlässlich eines Auftritts bei den ersten Friedrichsdorfer Künstlertagen, seinerzeit noch unter Leitung von Helen Barsby und Gerd Schulz. Seit 2006 spielt das Junge Blech In der Besetzung mit fünf Trompeten, sechs Posaunen und einer Tuba – ergänzt durch ein Alt-Saxofon.

 Wir treten gerne auf

Das Junge Blech ist von vielen Auftritten in Friedrichsdorf bekannt. Die jungen Bläser spielten zum 15. Jubiläum der Musikschule und begleiteten kürzlich musikalisch den 50. Geburtstag von Bürgermeister Horst Burkhardt. Regelmäßig spielen sie auf den Friedrichsdorfer Künstlertagen und beim Brunne- und Dippefest in Seulberg. Zu Gast sind sie mit ihrem vielseitigen Programm auch bei Vereinen und in Gottesdiensten Friedrichsdorfer Gemeinden. Einen gelungenen Auftritt hatte das Ensemble 2007 beim Hessentag in Butzbach.

 Wir suchen die Herausforderung

Der Spaß an der Musik und die gute Stimmung in der Gruppe stehen im Vordergrund. Aber auch die konzentrierte Vorbereitung für Wettbewerbe kommt nicht zu kurz. Angetreten ist das Junge Blech beim Kunst- und Musikwettbewerb 2007 der Philipp-Reis-Schule Friedrichsdorf. In ihrer Altersklasse haben die Jugendlichen den …. Preis gewonnen. Beim letztjährigen Lionswettbewerb in Friedrichsdorf gab es einen Anerkennungspreis. Beim Henninger Musikpreis 2008 erreichten die Bläser den dritten Platz bei den Ensembles.

 Wir sind offen für Neues

Auf einem Probentag haben die Jugendlichen neue Stücke einstudiert und werden mit glänzendem Blechbläser-Sound wieder beim diesjährigen Brunne- und Dippefest in Seulberg am 10. August um …. Uhr vertreten sein. Und ein weiteres Konzert steht an: Das Junge Blech wird gemeinsam mit dem Posaunenchor Nieder-Erlenbach am 28. September um …. Uhr in ….. konzertante Musik aus mehreren Jahrhunderten für zwei Bläserchöre in verschiedenen Besetzungen präsentieren.

 Kontakt: Musikschule Friedrichsdorf (06172 77699) oder Gerd Schulz (06033 71498); Informationen demnächst auch unter: www.junges-blech.de

 

Text: Barbara Wolf-Krause



Junges Blech Friedrichsdorf  |  info@junges-blech.de / [supported by kmo.ch]